Was ist Karies?

Die Karies ist eine Erkrankung der Zähne, der mehrere auslösende Faktoren zugrunde liegen. Circa 98% der Europäer sind oder waren von der Zahnkaries betroffen. Sie stellt die weltweit am stärksten Erkrankung dar. Bei der Karies ist die Zahnhartsubstanz betroffen. Wird die Erkrankung nicht behandelt, schreitet die Zerstörung der betroffenen Zähne weiter fort. Funktion und Struktur der Zähne werden zerstört und es kann zum Zahnverlust kommen. In Österreich und Europa kennt fast jeder Mensch das Krankheitsbild aus eigener Erfahrung. Es kommt häufig zu wiederkehrenden oder auch anhaltenden Zahnschmerzen. Diese sind häufig der Auslöser eines Zahnarztbesuches. Zudem können Mundgeruch und eine Kälte- oder/und Wärmeempfindlichkeit der betroffenen Zähne auftreten. Beim Genuss bestimmter Lebensmittel berichten einige Patienten über ein „Ziehen“ im oder am erkrankten Zahn. Besitzt der Zahn eine Zahnfüllung, kann es im Verlauf der Erkrankung zu einer Lockerung dieser kommen.

Was sind die Ursachen für Karies? / Wie entsteht Karies?

Für die Entstehung der Zahnkaries müssen verschiedene Faktoren zusammenwirken. Grundsätzlich liegt der Karies ein gestörtes Gleichgewicht der Demineralisation und Remineralisstion des Zahnes und ein gestörtes Gleichgewicht der Mundflora zugrunde. Hierbei sind bestimmte zur physiologischen Mundflora gehörende Bakterien in einer zu großen Anzahl im Mundraum vorhanden. Das bedeutet, die Bakterien kommen natürlicherweise im Mund vor und lösen dort normalerweise keine Erkrankungen aus, in diesem Fall sind aber zu viele dieser Bakterien vorhanden. Diese Bakterien treffen dann auf den anfälligen Zahn. Kommen nun noch viele Kohlenhydrate durch eine zuckerreiche Ernährung hinzu, entsteht nach einiger Zeit Karies. Alle diese Faktoren müssen gegeben sein, damit Karies entsteht.

Die 4 Stufen des Kariesbefalls

Entwicklungsstadien Karies Wien Zahnarzt

Bevor an dieser Stelle die 4 Stadien von Karies erläutert werden, wird erstmals die Grundstruktur eines Zahnes erklärt. Ein Zahn besteht aus internen- und externen Strukturen.

Die externe Struktur des Zahns

  • Zahnkrone: Teil des Zahns, welcher sich über dem Zahnfleisch befindet
  • Wurzel: versteckt im Zahn und von außen nicht sichtbar

Die innere Struktur des Zahnes:

  • Zahnpulpa ( auch genannt pulpa dentis): der innerste Teil des Zahnes, enthält Nerven und Blutgefäße
  • Dentin ( auch genannt Zahnbein ): umschließt die Zahnpulpa und ist knochenähnlich aus mehrheitlich mineralischer Substanz
  • Enamelum ( Zahnschmelz ): Eine äußere Schutzsicht, welche die Zahnkrone bedeckt. Weiters ist der Zahnschmelz das härteste Gewebe im Körper des Menschen
  • Cementum ( Wurzelzement ): deckt das Dentin der Wurzel ab, umgibt dabei die Zahnwurzel und des Zahnhals.

Die einzelnen Stadien des Kariesbefalls:

Stufe 1: Bildung von „weißen Flecken“ und Zahnschmelzkaries

Entsteht beim kontinuierlichen Prozess der Demineralisierung und Remineralisierung des Zahnschmelzes ein Ungleichgewicht, so fördert es die Destruktion des Zahnschmelzes. Plaque ( bakteriell) setzt sich an den Zähnen fest und bildet den ersten Baustein zum Kariesbefall. In diesem Stadium wird gleichzeitig die Reinigung der Zahnoberfläche schwieriger als zuvor, sodass sich ein „Kreidefleck“, auch genannt Schmelzkaries bildet.

Die Karies ist in diesem Stadium mit der richtigen Behandlung reversibel und gegen den weiteren Verfall des Zahns kann mit natürlichen Reperaturprozessen entgegen gewirkt werden.

Wird dies in weiterer Folge nicht behandelt, beginnt die Oberflächenschicht des Zahnschmelzes zu brechen, der Schaden am Zahn ist in diesem Fall irreversibel und muss von uns als Ihr Zahnarzt in Wien gereinigt und gefüllt werden.

Stufe 2: Dentinkaries

Die Karies dringt weiter in den Zahn vor und überwindet endgültig den Zahnschmelz. Die Karies wächst bis in das Zahnbein hinein, Bakterien dringen weiter in den Zahn hinein und können sich nun ungehindert vermehren. Die Schmerzen beginnen intensiver zu werden

Stufe 3: Pulpitis ( Entzündung des Zahnmarks)

Die Entwicklung des Karies hört nicht beim Dentinkaries auf, sondern erreicht im nächsten Schritt den Zahnmark. Dort befinden sich Nerven und Blutgefäße des Zahnes, welche infiziert werden. Durch die Infektion entstehen starke Zahnschmerzen. Der Zahnmarkt stirbt bei fortlaufendem Prozess eitrig ab, die Zahnwurzel wird dabei nicht verschont und stirbt auch ab. Stirbt die Zahnpulpa (Zahnmark) ab, muss diese durch eine Wurzelbehandlung komplett entfernt werden.

Stufe 4: Parodontitis

Gewebe um den Zahn werden angegriffen, beispielsweise Knochen und das Zahnfleisch. Dabei bildet sich ein Zahnabszess, welcher schmerzhafter als die ursprünglichen Zahnschmerzen ist. Schlussendlich kann das dazu führen, dass der Zahn aus dem Kiefer fällt.

Wie läuft die zahnärztliche Kariesbehandlung ab?

Die Behandlung der Zahnkaries besteht im Entfernen und Ersetzen der betroffenen Zahnhartsubstanz. Hierzu wird der Zahn eröffnet, die Hartsubstanz wird ausgeschabt und anschließend wird das entstandene Loch aufgefüllt. Diese Behandlung ist bei vielen Patienten mit Angst verbunden. In der modernen Zahnheilkunde ist diese Angst jedoch unbegründet, da lokalanästhetische Möglichkeiten zur Verfügung stehen, die eine schmerzfreie Behandlung ermöglichen. Das Auffüllen des Zahnes kann heutzutage mit verschiedenen Substanzen geschehen, die den Zahn schonen und der Gesundheit des Patienten nicht schaden. Eine Behandlung ist in jedem Falle nötig, da die Karies den Zahn ansonsten vollständig zerstören würde, was eventuell zum Verlust des Zahnes führen kann. Die schnelle und unkomplizierte und dient der Erhaltung des Zahnes. Zudem ist eine regelmäßige Kontrolle und Prophylaxe beim Zahnarzt anzuraten um der Kariesentstehung vorzubeugen.

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