Damit Sie auch morgen noch Ihre gesunden Zähne zeigen können

Bei risikoreichen Sportarten sind Zähne und Zahnfleisch gefährdet. Helme, Knieprotektoren und Schienbeinschoner gehören zur Grundausstattung beim Fußball, Skaten, Eishockey/Hockey oder Motorradfahren, während ein herausnehmbarer Zahnschutz als nutzlos vernachlässigt wird. Wer beim Sparring ohne Mundschutz einen Treffer in der Gesichtsregion hatte, der weiß, wie schmerzhaft Verletzungen im Mundbereich sind. Viele Verletzungen der Mundschleimhaut, bis hin zu Zahnfrakturen gehen auf Sportunfälle zurück. Die oberen Frontzähne sind besonders gefährdet und oft bleibt uns als Ihr Zahnarzt in 1200 Wien nichts anderes übrig, als den zerstörten Zahn zu extrahieren. Kosten- und zeitaufwändiger Zahnersatz ist dann erforderlich, um die unterbrochene Zahnreihe wieder herzustellen.

Zusätzlich zu den genannten Sportarten, rät beispielsweise die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde zu einem Gebissschutz bei folgenden Aktivitäten:

Mundschutz Zahnarzt Kosten Wien Sport
  • alle Wassersportarten
  • Rugby
  • Reiten
  • Geräteturnen
  • alle Ballsportarten
  • Baseball
  • American Football
  • Mountainbiking

Laut Angaben der Gesellschaft sind Unfälle mit Verletzungen im Mundbereich erheblich gestiegen. Hohe Anforderungen an die Leistung und die hoch entwickelten Übungsgeräte sind der Grund, dass bei über 35% der jungen Sportler Zahnverletzungen registriert werden. Die Richtlinien verschiedener Sportarten schreiben das Tragen eines Mundschutzes vor.

Die häufigsten Arten der Verletzungen

Aufgeplatzte Lippen entstehen durch Stürze oder Schläge. Die Wunden bluten sehr stark. Wird die Lippe sogar perforiert, weist auch das unmittelbar darunterliegende Zahnfleisch oder die Zunge Verletzungen auf. Als Folge können Infektionen auftreten und es kann zu Problemen am Marginalsaum der Zähne führen.

Ist ein Zahn durch Gewalteinwirkung gelockert, lässt er sich bei der Behandlung durch uns  reponieren. Ein Draht schient den Zahn und die Knochensubstanz in der Alveole baut sich um den Zahn wieder auf. Sind die Ligamenta des Zahnes einmal durchtrennt, wachsen sie jedoch nicht wieder nach. Die Federwirkung der Haltebänder ist auf Dauer verloren.

Eine Kronenfraktur lässt sich durch das Tragen eines Mundschutzes vermeiden. Wie ein Stoßdämpfer verteilt der Mundprotektor die Kraft auf die restlichen Zähne und Kieferanteile.

Kieferbrüche sind zwar eher selten, im Falle einer Verletzung aber sehr scherzhaft. Die Schockdämpfung vermindert den kurzen, harten Schlag beim Aufeinanderschlagen der beiden Zahnreihen, was bei einem vehementen Hieb zu einer Gehirnerschütterung führt.

Ein guter Mundschutz

  • bedeckt die Zahnreihen vollständig
  • hat keine orthodontischen Kräfte oder Einwirkung auf den Biss
  • behindert den Sportler nicht bei seinen Aktivitäten, beim Sprechen oder Atmen
  • ist leicht zu säubern
  • ist auch bei festsitzenden orthopädischen Apparaturen einzusetzen

Verschiedene Arten des Mundschutzes

Konfektionierter Mundschutz

Die kostengünstige Form aus Kunststoff ist in verschiedenen Größen erhältlich. Die ungenaue Passform führt schnell zu Druckstellen, Überlastung von einzelnen Zähnen und Verkrampfungen der Kaumuskulatur. Der Sitz ist wenig stabil. Da er durch das Zusammenbeißen gehalten wird, ist die Atmung behindert.

Thermoplastisch geformter Mundschutz

Eine Form aus Kunststoff wird im Wasserbad erhitzt. Durch Andrücken an die Zähne passt sich der jetzt elastische Schutz an die Mundsituation an. Der Komfort der Passung hängt im Wesentlichen von der Fingerfertigkeit des Anwenders ab. Der Sportler hat keine Kontrolle über den korrekten Sitz im Gefahrenbereich. Geringe okklusale Wandstärke beeinträchtigt die Kraftabsorption. Bei unsachgemäßem Anpassen können bei einem Unfall irreparable Schäden an den Zähnen entstehen.

Mundschutz aus Kompositkunststoff

Das Kit besteht aus einem Härter und der Basispaste. Die Komponenten werden gemischt, in einen Abformlöffel gefüllt, um im Mund auszuhärten. Dem Nichtfachmann fehlt es in der Regel an geeigneten Instrumenten, um die Feinanpassung durchzuführen. Auch kann der Laie selbst keine korrekte Funktionskontrolle durchführen. Verletzungen des Zahnfleisches oder Schädigung des Gebisses, der Muskeln und des Kiefergelenkes sind nicht auszuschließen. Bei einem missglückten Versuch ist das Material nicht mehr zu verwenden.

Die beste Wahl: individuell hergestellter Mundschutz

Optimal sind Mund- und Zahnprotektoren, die individuell für den Patienten gefertigt werden. Nach der Abformung der beiden Kiefer stellt das Dentallabor Modelle aus Gips her. Darauf kann der Zahntechniker durch ein aufwendiges Verfahren einen exakt passenden Schutz aus Ethylvinylazetat herstellen. Besonderheiten, wie ein Zahnfehlstand oder orthopädische Brackets, können auf die Situation des Patienten abgestimmt werden. Auch werden spezielle Anforderungen einer Sportart, das Leistungsniveau und der Tragekomfort für den Benutzer berücksichtigt.

Reinigung des Mundschutz

Wasser und eine Zahnbürste reichen aus, um Speichelreste zu entfernen. Zu beachten gilt, dass Zahncremes Schleifkörper enthalten, die das Material schädigen. Alternativ eignen sich Reinigungstabs für Zahnprothesen aus der Apotheke, die gleichzeitig eine desinfizierende Wirkung haben. Vorsicht besteht beim Trocknen mit einem Föhn. Viele Materialien sind thermoplastisch verformbar.

SCHREIBEN SIE IN DAS UNTERE FELD UND DRÜCKEN SIE ZUM SUCHEN DIE EINGABETASTE