Wurzelbehandlung bei entzündeten Zähnen

Viele Menschen kennen aus dem Bekanntenkreis dramatische Geschichten zum Ablauf von Wurzelbehandlungen. Häufig vergessen die Betroffenen den Grund für ihren Besuch beim Zahnarzt. Die aus medizinischer Sicht erforderlichen, mitunter unangenehmen Maßnahmen verknüpfen sie deshalb mit den vorher vorhandenen Schmerzen. Der schlechte Ruf lässt sich so leicht nachvollziehen. Wissen über die Ursachen und Hintergründe sowie den Ablauf hilft, vorherrschende Ängste abzubauen beziehungsweise deutlich zu verringern.

Gefährliche Bakterien und Keime verursachen den Schmerz

In jeder Zahnwurzel befindet sich mindestens ein mit Gewebe – dem sogenannten Zahnmark oder „Pulpa“ – gefüllter Kanal. Der Hohlraum enthält den Nerv sowie feine Blutgefäße, die den Zahn mit Nährstoffen versorgen und den Stoffwechsel mit dem Körper sicherstellen. Ins Zahninnere eindringende Bakterien verursachen dort schnell Entzündungen und die gedehnten Gefäße drücken auf die Nerven. Heftige Schmerzen sind die Folge. Binnen weniger Stunden beziehungsweise Tage dringt eine solche Infektion über den Knochen des Kiefers bis ins Weichgewebe vor. Hier entstehen eitrige Abszesse sowie eine „dicke Backe“. Der menschliche Körper versucht, den Zahn abzustoßen. In extremen Fällen drohen giftige Keime zum Herz oder Gehirn zu wandern und schwere Erkrankungen auszulösen. Während in früheren Jahren das Ziehen betroffener Zähne unumgänglich war, ermöglicht heute eine rechtzeitige Wurzelbehandlung deren Erhalt.

Wie kommt es zu den schmerzhaften Infektionen?

Für das Eindringen und Besiedeln der Zahnwurzel durch Bakterien gibt es unterschiedliche Gründe. Häufigste Ursachen sind

  • ausgeprägte Karies und erforderliche tiefe Füllungen des Zahns,
  • hartnäckige und fortgeschrittene Entzündungen des Zahnfleisches,
  • Unfälle und Stürze, bei denen Teile des Zahnes abbrechen, sowie
  • anhaltend falsche Belastungen, beispielsweise durch das Knirschen mit dem Gebiss.

Um die erkrankten Zähne zu retten und sie bedarfsgerecht durch Inlays oder Kronen zu schützen, erfolgt eine umfassende Wurzelbehandlung durch uns als Ihr Zahnarzt.

Wurzelbehandlung Zahnarzt Wien

Der Ablauf einer Wurzelbehandlung

Das penible Säubern des Wurzelkanals im Zahn erfordert winzige, hochmoderne Instrumente. Sämtliche Gefäß- und Nervenanteile sowie die Bakterien sind vollständig zu entfernen. Je länger und gekrümmter die Wurzeln sind, desto komplizierter beziehungsweise zeitaufwendiger erweist sich der Prozess. In mehreren Schritten erweitern wir als ihr Zahnarzt die Hohlräume für die Aufnahme der Füllung. Die Kunst besteht darin, jeden einzelnen Kanal frei von Luftblasen und randdicht in der exakt bestimmten Tiefe zu verschließen. Während des Ablaufs sorgen gezielte Röntgenaufnahmen und technische Messgeräte für ein klares Bild. Die Wurzelbehandlung erfolgt meist unter lokaler Betäubung und damit vollkommen ohne Schmerzen für Patientinnen oder Patienten.

Vorteile der Wurzelbehandlung

Trotz der schwierigen Arbeit und des zeitlichen Aufwands zahlt sich die Wurzelbehandlung aus. Der eigene Zahn ist regelmäßig über Jahre hinweg – unter idealen Umständen das ganze Leben – schmerzfrei und bleibt an seinem festen Platz im Kiefer. Optisch passt er zu den natürlichen Nachbarn und erspart teuren Zahnersatz. Für gegebenenfalls später nötige Brücken bildet er eine wertvolle Stütze. Jeder auf diese Weise erhaltene Zahn, der zuverlässig Dienst leistet, trägt zu mehr Lebensqualität bei.

Was bezahlt die Krankenkasse?

Die Kosten für erhaltungswürdige Zähne im vorderen und seitlichen Bereich übernimmt die gesetzliche Krankenkasse. Über die Erfolgsaussichten sowie bestehende Risiken und sinnvolle private Zusatzleistungen im jeweiligen Einzelfall beraten wir Sie als Zahnarzt umfassend und zählen auf unsere Erfahrung.

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