Aphten Entstehung Behandlung Vermeidung

Aphten sind kleine schmerzhafte Veränderungen der Mundschleimhaut. Sie tauchen vorwiegend an der Innenseite der Lippe, der Zunge, dem Gaumen oder der Wangeninnenseite auf und schränken den Betroffenen erheblich ein. Sprechen, Essen und Schlucken (von Getränken und Speichel) sind je nach Stärke der Schmerzen und Lokalisation mehr oder weniger stark beeinträchtigt. In einzelnen Fällen sind andere Schleimhäute des Körpers betroffen, beispielsweise im Genitalbereich.

Aphten haben eine runde bis ovale Form. Sie sind flächig weiß und von einem entzündlichen roten Randsaum umgeben. Sie gehen einher mit Schmerzen und einem Fremdkörpergefühl.
Treten mehrere Aphten gleichzeitig auf wird von einer Mundfäule (Stomatitis aphthosa) gesprochen.

Verschiedene Formen von Aphten

Die Minor-Aphte ist kleiner als einen Zentimeter und heilt ohne Narben und zügig, innerhalb von ein bis zwei Wochen, wieder ab.
Eine Major-Aphte weist eine größere Fläche auf (einen bis ungefähr drei Zentimeter) und schädigt aufgrund ihrer Größe das Gewebe mehr. Bei der länger dauernden Abheilung von Wochen bis Monaten können Narben zurückbleiben. Diese Art kommt eher selten vor.
Bei der ebenfalls seltenen herpetiformen Aphte leidet der Betroffene gleichzeitig unter einer großen Zahl kleiner Läsionen der Schleimhaut.

Der Schmerzen, der durch eine Aphte ausgelöst wird, hängt nicht zwangsläufig mit ihrer Größe zusammen. Viel mehr mit dem Ort, an dem sie auf der Schleimhaut auftritt. An Stellen, die großer mechanischer Belastung ausgesetzt sind, wie beispielsweise die Zungenspitze sind sie schmerzhafter, als an Orten die weniger beansprucht werden. Selten sind sie fast gänzlich schmerzfrei.

Wie entstehen Aphten?

Die Entstehung ist bis heute nicht geklärt. Verschiedenste Entstehungsansätze haben sich nicht bestätigt. Aphten treten in jeder Altersgruppe auf.
Es gibt eine Reihe begünstigender Faktor, dazu zählen ein angeschlagenes Immunsystem, psychischer Stress, manche Lebensmittel (Ananas, Kiwi, Nüsse, Tomaten, Zitrusfrüchte) oder Mangelerscheinungen. Hormonschwankungen, chronische oder akute Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich, Einnahme bestimmter Medikamente oder mechanische Reize (Prothesen, Zahnspangen, Kanten an Zähnen) begünstigen die Entstehung ebenfalls.

Was kann man gegen Aphten tun?

Eine Reihe von Mitteln stehen zu Verfügung um die Symptome wie Schmerzen und das unangenehme Fremdkörpergefühl zu lindern. Die nachfolgenden Therapieansätze sind ohne Gewähr und Evidenz.
Beispielsweise ein Präparat aus Rhabarberwurzel und Salicylsäure, diese Lösung wird mit dem kleinen Pinsel oder Wattestäbchen direkt auf die betroffene Stelle im Mund aufgetragen.
Darreichungen mit lokal betäubenden Substanzen helfen die Schmerzen zu lindern und den Alltag zu erleichtern. Meist sind in diesen Präparaten ebenfalls Wirkstoffe enthalten, die entzündungshemmend wirken.
Mittel zur unterstützenden Behandlung aus der Volksheilkunde wie Teebaumöl, Mundspülungen mit Salbei – oder Kamillentee oder Melissenextrakt bringen ebenfalls Linderung.

Muss man mit einer Aphte zum Zahnarzt?

Aphten müssen in der Regel nicht von Ihrem Zahnarzt behandelt werden, da sie von selbst abheilen. Falls die Aphte nicht nach kurzer Zeit von alleine abgeheilt, besonders schmerzhaft oder groß ist halten Sie Rücksprache mit Ihrem Zahnarzt. Das Gleiche gilt, wenn Sie sich unsicher fühlen oder andere Symptome hinzukommen.

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