Zahnarztangst Dentophobie besiegen

Kaum jemand bevorzugt einen Zahnarztbesuch einem guten Essen, echte Angstpatienten würden sich sogar lieber im Bungeejumping üben. Aber woher kommt die Angst vor dem Dentisten eigentlich?

Wieso gibt es Zahnarztangst?

Zuallererst gibt es natürlich wirklich angenehmere Dinge, als sich von jemand Fremden in den Mund gucken zu lassen. Hinzu kommt, dass Zahnschmerzen wirklich sehr unangenehm sind. Stimmt mit den Zähnen etwas nicht, ist der Patient ohne Fachmann einfach aufgeschmissen und muss dem behandelnden Arzt einfach sein Vertrauen schenken. Hier wären wir auch schon bei einem der ersten Grundvoraussetzungen der Angst: Der Patient hat einfach schlechte Erfahrungen machen müssen! Sei es durch schmerzhafte und falsche Behandlung, einem erschreckenden Erlebnis in der Kindheit oder durch einen sehr schmeruenden Zahn. Das Vertrauen ist etwas angeknackst. Daher ist die Vertrauensbasis zwischen behandelndem Arzt und Patienten umso wichtiger.
Ein weiterer möglicher Grund der ist ein generelles Problem mit dem Thema „Kontrolle“. Der Patient hat während einer Behandlung keine Kontrolle mehr, schließlich sieht er nicht wirklich, was der Arzt macht. Er hört nur bohrende Geräusche und ungewohnte Erschütterungen im Mund. Nicht umsonst gibt es sogar Horrorfilme, die dieses Thema als Idee aufgegriffen haben. Die Kombination aus eventuellem Schmerz und Ausgeliefertsein treibt vielen den Schweiß auf die Stirn.

Symptome für Zahnarztangst

Die Symptome zeigen sich vielfältig, entsprechen aber den typischen Angstreaktionen: Flucht, Angriff oder Starre. Flucht bedeutet hier einfach, dass der Patient so lange wie möglich den Besuch beim Zahnarzt vermeidet und aufschiebt. Angriff ist die bessere Verteidigung und diese Patienten verteufeln sämtliche Behandlungsmethoden oder werden gar böse, sobald sie eine Praxis betreten. Andere Angstpatienten erstarren eben, sie können nicht mehr sprechen und wirken lethargisch. Sitzt ein Angstpatient auf dem Behandlungsstuhl, können folgende Symptome (je nach Stärke der Angstausprägung) auftreten: Schweißausbrüche, Zittern, Weinen, plötzliche, schreckhafte Bewegungen, Fluchen, Atemnot, Kreislaufkollaps, schnelles Atmen und erhöhter Puls. Leichtere Ausprägungen der Zahnarztphobie äußern sich in einem Unwohlsein und erinnern an Stresssituationen, die jeder aus dem Alltag kennt. Der Patient ist einfach angespannter als sonst, kann sich aber wieder gut und schnell beruhigen.

Was kann gegen die Angst getan werden?

Das Wichtigste ist, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient stabil ist und vorsichtig aufgebaut wird. Einem phobischen Patienten ist der Besuch meistens peinlich, weil er sich schämt, als erwachsener Mensch so viel Angst zu haben und seine Reaktionen womöglich nicht mehr kontrollieren kann. Viele Angstpatienten haben auch ihre Mundhygiene vernachlässigt, auch das wird ihnen folglich peinlich sein. Der Zahnarzt sollte den Patienten zuerst akzeptieren wie er ist und ihm auch den Raum für seine Ängste lassen. Steht diese Basis, kann in kleinen Schritten mit den Behandlungen begonnen werden, gut ist für den Anfang beispielsweise eine Zahnreinigung. Der Patient hat auch die Möglichkeit, sich begleitend in Therapie zu begeben, Entspannungstechniken zu erlernen und seine Mundhygiene zu erweitern. Zusätzlich gibt es noch medikamentöse Unterstützung, z.B. leichte bis stark wirkende Beruhigungsmittel. Wenn Arzt und Patient gemeinsam einen Plan und ein Vertrauensverhältnis geschaffen haben, kann die Zahnarztphobie gut, und oftmals auch schneller als gedacht, in den Griff bekommen werden.

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