Bruxismus Zähneknirschen

Was ist Bruxismus?

Unter „Bruxismus“ wird im Volksmund das Zähneknirschen verstanden, das sich unbewusst abspielt. Bei dem überwiegenden Teil der Patient erfolgt Bruxismus nachts während der Schlafphase (sog. Schlafbruxismus), so dass der Betroffene keinen Einfluss auf die Lenkbarkeit dieses Erscheinungsbildes hat. Aber auch tagsüber tritt das Phänomen bei einigen Patienten auf, ohne dass sie es im wachen Zustand mitbekommen (sog. Wachbruxismus). Beim Bruxismus wird der Ober- und Unterkiefer aufeinander gepresst und die die Zahnreihen mahlen wie zwei große Mühlsteine gegeneinander. Das unbewusste Zähneknirschen ist in der Bevölkerung keine Seltenheit. Man schätzt, dass rund 80 Prozent der Patienten die einen ungesunden Zahnapparat aufweisen, davon betroffen sind. Jedoch wissen nur wenige Menschen (rund ein Viertel davon), dass sie zu einem unbewussten Zähneknirschen neigen. Oft erfahren Betroffene erst bei einem Besuch beim Zahnarzt oder durch ihre Mitmenschen (z.B. den eigenen Partner), dass sie zum Knirschen mit den Zähnen neigen. Es kommt aber auch vor, dass Patienten es selbst wahrnehmen und zwar dann, wenn das Knirschen nachts so laut ist, dass sie davon wach werden.

Wie sind die Folgen des Zähneknirschens?

Ein regelmäßiges Knirschen mit den Zähnen bleibt für den Betroffenen meist nicht folgenlos. Beim Pressen und Reiben der Zahnreihen entsteht ein enormer Druck. So kann der einzelne Zahn mit bis 50 kg beim Knirschen belastet werden. Auf die Kiefergelenke kann sogar ein Druck von bis 1000 kg entstehen. Symptome über die sich Patienten beschweren sind unterschiedlich. Oft werden die Zähne durch regelmäßiges Knirschen beschädigt. Stücke von Zähnen können dabei abbrechen oder die Zähne fangen an zu splittern. Zudem kann die Kontur der einzelnen Zähne abflachen, wie bei einem eckigen Stein, der zu oft vom Meerwasser bespült wird und dabei gegen andere Steine reibt. Durch Bruxismus wird auch der Zahnschmelz angegriffen und tiefere Zahnschichten können freigelegt werden. Zudem können die Zähne schmerzempfindlicher werden. So kann der Patient empfindlich auf kalte und heiße Speisen oder Getränke reagieren. Doch nicht nur die Zähne werden beim Knirschen beschädigt. Auch der Kiefer kann unter Bruxismus leiden. So können die Muskulatur des Kiefers, aber auch die Kiefergelenke in Mitleidenschaft gezogen werden. Neben Zahn- und Kieferschmerzen lassen sich bei einigen Patienten auch andere Symptome feststellen. Durch die Lautstärke beim Knirschen können Kopf- und Ohrenschmerzen beim Betroffenen und auch beim Partner auftreten. Diese können im schlimmsten Fall mit einem Tinnitus enden.

Wann sollte man Bruxismus behandeln lassen?

Eine Behandlung durch den Zahnarzt ist beim regelmäßigen Knirschen erforderlich. Vor allem, wenn man das laute Knirschen selbst irgendwann hört, sollte man vor einer ärztlichen Behandlung nicht zurückschrecken und das Problem rechtzeitig in Angriff nehmen. Abhilfe kann beispielsweise eine Aufbiss-Schiene aus Kunststoff schaffen. Da Bruximus besonders durch Stress und beruflichen Druck gefördert wird, ist auch eine entspanntere Lebensweise wichtig. Helfen kann etwa ein Entspannungstraining.

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