Kreidezähne Wien Kinder

Bei Kreidezähnen handelt es sich um eine Zahnkrankheit, bei der die Backen- oder Schneidezähne betroffen sind. Mittlerweile sind sie bei rund 10 Prozent aller Kinder in Österreich vertreten, bei 12-jährigen Kindern liegt der Prozentsatz sogar bei etwa 30 Prozent. Erschreckend ist, dass dieser Prozentsatz steigend ist und Zahnärzte bereits von einer neuen Volkskrankheit warnen.
Kreidezähne wachsen mit einer bräunlichen Verfärbung aus den Kiefern der Kleinen. Besonders betroffen sind Milchzähne oder auch bleibende Zähne. Erstmals wurde die Krankheit 1987 als Molar-Incisor-Hypomineralisation (MIH) beschrieben. Bei Kreidezähnen ist der sonst so harte Zahnschmelz ganz weich. Verglichen mit einem normalen Zahn besitzt der Kreidezahn 90 Prozent weniger Härte. Demzufolge bröselt der Zahn, sobald der ausgeübte Druck beim Kauen oder Beißen zu groß wird. Sobald Kreidezähne sichtbar sind, sollte ein Termin mit dem Zahnarzt ausgemacht werden.

Wie lässt sich der Kreidezahn erkennen?

Die Vorfreude ist bei Kindern groß, sobald sich der erste Milchzahn vom Kiefer verabschiedet. Sollte der anwachsende Zahn eine bräunliche Verfärbung vorweisen, handelt es sich um einen Kreidezahn. Kinder verspüren insbesondere beim Kauen, Beißen oder Zähneputzen Schmerzen. Außerdem reagiert der Zahn äußerst empfindlich auf Kälte und Hitze. Leckere Limonaden werden für die Kinder zum Albtraum. Zudem fängt der Zahn an zu bröseln. Ein Kreidezahn tritt meist nach dem Austreten eines Milchzahnes auf und lässt sich anhand seiner bräunlichen Farbe erkennen.

Wo liegen die Ursachen von Kreidezähnen?

Viele Experten sind der Meinung, dass Kreidezähne nicht durch mangelnde Zahnpflege entstehen, die genauen Ursachen sind aktuell noch unklar. Nebenbei spielen zuckerhaltige Getränke oder Süßigkeiten ebenfalls keine Rolle.  Nach neuesten Forschungsergebnissen wird ein Zusammenhang mit der hormonell wirksamen Chemikalie Bisphenol A vermutet. Bisphenol A ist einer der meistverwendeten Industriechemikalie und dient in erster Linie als Plastikweichmacher. Experten raten stillenden Müttern oder Schwangeren auf mit Plastik verpackte Getränke und Lebensmittel zu verzichten. Der Griff zur Glasflasche ist die bessere Variante.
Weitere Ursachen kommen bei Kindern mit Kreidezähnen Probleme in der Schwangerschaft, Umweltgifte (Dioxine) und Antibiotika in Frage. Die Forschung bezüglich Kreidezähne befindet sich hier noch im Anfangsstadium, eindeutige wissenschaftliche Beweise liegen noch nicht vor.

Wie werden die Kreidezähne behandelt?

Die Behandlung der Kreidezähne hängt vom entsprechenden Schaden ab. Abhängig der Schädigung des Zahnes trägt der Arzt mehrere Male im Jahr ein Fluorid-Lack auf, welches die Kinder auf ihre Zahnbürste geben. Zudem empfiehlt sich eine regelmäßige Reinigung des Zahnes und zahlreiche Mundhygieneartikel, um gegen Schmerzen vorzubeugen. Sollte der Zahn kleinere Risse haben, empfiehlt sich eine Fissurenversiegelung. Dabei trägt der Zahnarzt auf die Kreidezähne eine Schutzschicht auf, die vor Karies schützen soll. Hauptsächlich versiegelt werden die Kauflächen der Backzähne. Ebenso behandelt werden die feinen Grübchen und Vertiefungen, die sich schwer mit der Zahnbürste erreichen lassen. Die Versiegelung hält in der Regel zwei bis vier Jahre. Im schlimmsten Fall lassen sich Versiegelungen ein weiteres Mal wiederholen.
Zähne können dabei von Betroffenen nicht „gesund gepflegt“ werden, mit einer guten Pflege wie bereits geschrieben können diese ein Leben lang erhalten bleibe. Für die Pflege zu Hause sollten fluoridhaltige Zahnpasta und fluoridhaltige Mundspülung verwendet werden. Kinder unter 6 Jahre sollten eine fluoridreduzierte Zahnpasta verwenden, bei Kindern über 6 Jahren kann eine Zahnpasta mit höherem Fluoridgehalt angewandt werden. Zahnpasta alleine kann alleine nicht  eine Überdosierung von Fluoriden auswirken, denn diese dürfen maximal 0,15 Prozent Fluoride enthalten.

Nicht jeder Backenzahn ist betroffen

Die nächsten Backenzähne kommen bei Kindern im Alter von 12 Jahren. Sollte ein Backenzahn betroffen sein, wählt der Arzt den passenden Zeitpunkt, um den Backenzahn zu füllen. Weniger betroffen hingegen sind Schneidezähne, da sie weniger belastet und genutzt werden. Methoden zur Vorbeugung gibt es noch nicht. Jedoch helfen regelmäßige Zahnarztbesuche, um einen Kreidezahn so früh wie möglich zu entdecken.

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